Artikelnummer: 978-3-943288-08-7

Sechs

Bewertung:
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Eine grausame Mordserie versetzt die Bevölkerung einer Kleinstadt in Süddeutschland in helle Aufruhr. Die Morde, jeder einzelne gleicht einem Horrorszenario, zeugen von abgrundtiefem Hass und von der ungezügelten Lust des Täters, seine scheinbar wahllos ausgewählten Opfer bis zum bitteren Ende leiden zu lassen.

Eine fieberhafte Spurensuche beginnt.

Der Zeitpunkt, an dem das Morden begann, kreuzte sich zufälligerweise mit der Ankunft von Christian Burger, ein ehemaliger Fremdenlegionär, der nach langer Abwesenheit in seine Heimatstadt zurückkehrte. Der Verdacht fällt sofort auf ihn. Ein am Tatort gefundenes Wappen belastet den Heimkehrer und nur ein winziges Detail spricht dagegen, dass die bisherigen Opfer willkürlich ausgesucht wurden. Dieses Indiz, ein vom Täter verwendeter, simpler Farbcode, wendet sich gegen Christian Burger, da er und sein Freund Toblach, ein in die Jahre gekommener, gewiefter Psychologe, dummerweise die Einzigen sind, die den Code entschlüsseln können.

Während Christian in Untersuchungshaft sitzt, geht das Morden jedoch weiter und es kristallisiert sich schnell heraus, dass nur er den Mörder zur Strecke bringen kann. Dazu muss der Ex-Profisoldat tief in die Vergangenheit abtauchen und genau das tun, was er eigentlich nie wieder vorhatte: töten!
Es ist erst der Beginn eines bitterbösen Alptraums.

Ein Krimi für Erwachsene mit starken Nerven!

 

Leseprobe:

[...] In den Augen des Jungen blitzte es kurz auf. Er, der sich noch nicht ganz Mann fühlte, weil ein Teil in seinem Puzzle fehlte, sah sich um. Es gab nicht viel zu sehen hier unten im Keller, außer einem langen, engen Flur, an dessen Ende sich zwei gleich große Räume befanden, einer links und einer rechts. Der linke Raum war leer, während der rechte proppenvoll mit Dingen war, die gegensätzlicher nicht hätten sein können. Arm und Reich, dachte er und musste über den Vergleich lächeln. Arm, das hieß in diesem Fall eine Kokosmatte, die als einzige Schlafstätte diente und direkt auf dem nackten, kalten Boden lag. Dazu ein schmutziges Laken und eine altes Kissen - dürftig, spartanisch, streng.
Dem gegenüber im selben Zimmer standen auf einem robusten Tisch ein nagelneuer Prozessor, ein Bildschirm mit hoher Auflösung, ein Scanner und Drucker und eine dieser neuartigen Tastaturen - alles brandneu. Silberfunkelnd, protzig, der letzte Schrei.
In einer Ecke befand sich ein Waschbecken und gleich daneben stand eine chemische Toilette, die, wenn er auf ein Pedal trat, eine blaue Flüssigkeit in die Auffangschüssel strömen ließ. Die chemische Substanz, welche
das Wasser blau färbte, neutralisierte den Geruch und stellte gleichzeitig sicher, dass Bakterien keine Chancen hatten, und das war gut so, denn der Junge hasste den Geruch von Kloake.
… und auch den von alten Kellergewölben oder von alten Tunnels!
Der Geruch erinnerte ihn unfehlbar an die ihm widerfahrene Ungerechtigkeit und daran, dass er seine Hoffnung auf eine rosige Zukunft und auf ein normales Leben vor langen Jahren schon hatte begraben müssen. Sogar um meine Notdurft zu verrichten, lässt er mich nicht nach oben, dachte er bitter.
Über dem Waschbecken, animiert vom Licht des Bildschirmschoners des PC, hing ein Spiegel. Der Junge trat näher und betrachtete sich darin. Männliche, gereifte Gesichtszüge starrten ihm entgegen.
ER ist tot! Er sagte es ganz leise. Er sagte es so, als hätte er diese drei Worte geübt - lange geübt, bis zur Perfektion.

[...]

Platsch!
Es war Tag.
Als Ruth ihre Augen aufschlug, war das erste, was sie sah, dieses Loch an der Decke der Fabrikhalle. Es regnete und durch das Loch fielen Tropfen auf ihr Gesicht. Sie hatte mitgezählt. Alle siebenundzwanzig Sekunden einer.
Platsch!
Ein Käfer krabbelte auf ihrer Unterlippe. Als sie ihn mit einer energischen Handbewegung davonjagen wollte, stellte sie zu ihrem Entsetzen fest, dass sie ihre Hände nicht bewegen konnte.
Die Grube! Sie erinnerte sich.
Tränen der Ohnmacht liefen über ihre Wangen. Er würde sie umbringen. Genau das hatte er gesagt: Ich bringe dich um! Es deutete auch alles darauf hin.
Bis vor zwei Tagen noch hatte sie ihre Essensrationen fast regelmäßig bekommen. Seitdem hungerte sie.
Sie dachte an ihre Ehe. Vic und sie hatten sich die letzten Jahre fast nur noch gestritten, und sie war fremdgegangen. Mit einem gut aussehenden, muskulösen GI. Doch jetzt wünschte sie sich, Vic wäre hier bei ihr. Er würde es zu verhindern wissen, dass man ihr weh tat, das wusste sie.
»Du bist wach, Ruth?«
Sie zuckte zusammen und begann am ganzen Körper zu zittern. Niemand konnte je ermessen, wie sehr sie diese Stimme hasste!
»Das ist gut so«, sagte die Stimme weiter, »denn ich habe eine Überraschung für dich.«
Ruth versuchte ihre Augen so zu drehen, dass sie ihn sehen konnte, doch er stand hinter ihr, zu weit weg.
Irgendwo im Hintergrund spielte jemand Musik. Orgel oder Klavier. An und für sich war es eine schöne Melodie, nichts Schockierendes, doch jetzt hörte es sich an wie Musik, die ihren Tod ankündigte.
Plötzlich flog ein Schatten auf sie zu. Etwas klirrte, Metall gegen Metall.
Sie schloss die Augen.
»Sieh hin«, forderte die Stimme energisch.
Sie tat, was ER von ihr verlangte: Vor ihr, blank poliert und drohend, lagen ein Paar Handschellen im Dreck.

Autor:  Thomas Gast

Rubrik:  Krimi

ISBN:  978-3-943288-08-7

Einband:  Softcover

Format:  Taschenbuch

Seitenzahl:  212

Auflage:   1. Aufl. 04/2012

Lieferzeit:  sofort verfügbar


Dienstag, 19. August 2014

Käufer "Carlos Ruiz" auf amazon.de vom 20. Mai 2012:
Mitreißender Krimi
Packender Krimi mit überraschenden Wendungen. Würde mir jederzeit ein weiteres Buch von Thomas Gast kaufen. Fesselnd bis zum Schluss. Regt zum Nachdenken an, welche Gedanken sich hinter so mancher menschlicher Fassade verbergen und wie wenig man die Menschen kennt, die man zu kennen glaubt. Gelungenes Werk! Klarer Tipp!!!

Dienstag, 19. August 2014

Käufer "AIMI "AIMI"" auf amazon.de vom 24. Mai 2012:
Hervorragendes Buch
Ein wirklich tolles Werk von Herrn Gast. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Wäre ein guter Stoff für einen Film. Weiter so!

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